Algen – nährstoffreiches Gemüse aus dem Wasser

Algen

Schon seit einiger Zeit finden Algen immer mehr Verwendung in deutschen Küchen. Grund dafür ist nicht nur der Sushi-Trend – längst berichten Medien über die gesundheitlichen Vorteile, die der Verzehr von Algen mit sich bringt, denn das Meeresgemüse ist reich an Protein, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Willst du mehr über einen weiteren proteinreichen Trendsetter erfahren? Das lese diesen Beitrag über Tofu. Der Fettgehalt in Algen ist gering, der Proteingehalt jedoch sehr hoch und fast vergleichbar mit dem Proteingehalt in Hülsenfrüchten und Eiern. Es gibt tausende verschiedene Algenarten, zu den bekannteren zählen Wakame, Dulse, Kombu oder Nori, letzteres wird vor allem für Sushi verwendet.

In China ist der Verzehr von Algen bereits seit Jahrtausenden Tradition. So existieren aus der damaligen Zeit viele Schriftstücke, in denen die Alge als erlesene Speise empfohlen wird – als Heilmittel gegen Krebs und Brusttumoren. Auch in Japan wurde damals das Potential der Wasserpflanze schnell erkannt und genutzt. Doch nicht nur Asiaten sind wahre Fans des Wassergemüses. Auch in Ländern wie Peru, Chile, Mexiko und sogar in einigen Ländern Europas hat der Verzehr der Alge eine jahrhundertalte, wenn nicht sogar jahrtausendalte Tradition. Algen werden hier seit langem gern in Suppen, im Brot, im Nachtisch oder getrocknet pur gegessen.

Algen

Alge als gesunde Wasserpflanze

Algen sind reich an Zink, löslichen Ballaststoffen und den Vitaminen A, C, E und B12. In vielen Algen handelt es sich um inaktives B12, das somit nicht für unseren Körper verwertbar ist. Algen als alleinige B12-Quelle zu verwenden, ist somit eher nicht erfolgsversprechend.

Auch an viel Calcium und Eisen mangelt es der Wasserpflanze nicht. Calcium ist wichtig für unsere Knochen und Zähne. Eisen brauchen wir für Blut, Muskeln und Leber.

Ein weiterer Vorteil der Pflanze ist der enorm hohe Anteil an Chlorophyll. Chlorophyll hat für unsere Leber eine große Bedeutung, denn es schützt die Leberzellen vor all den Giften, die über verschiedenste Wege ständig in unseren Körper gelangen. Außerdem stimuliert Chlorophyll die Bildung roter Blutkörperchen und fördert die Blutreinigung, unterstützt Heilungsprozesse und aktiviert den Stoffwechsel.

Weiterhin enthält das Meeresgemüse eine beachtlich hohe Menge an Jod. Das Spurenelement hat eine wichtige Bedeutung für die Produktion von Schilddrüsenhormonen, welche an verschiedenen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt sind. Jedoch sind Lebensmittel mit hohem Jodgehalt mit Vorsicht zu genießen: Eine überhöhte Jodzufuhr kann zu einer Schilddrüsenüberfunktion oder zu einer akuten Blockade der Jodaufnahme in der Schilddrüse führen. Besonders Menschen mit Schilddrüsenprobleme sollten daher vorsichtig beim Algenverzehr sein.

Algen in der Kosmetik

Algen werden nicht nur gern auf dem Teller gesehen. Längst haben Verwender das Potential in vielen verschiedenen Bereichen gefunden. So wird die Pflanze neben der Nahrung auch in der Kosmetik eingesetzt. Hier werden bereits über 50 Algenarten verwendet. Diese sollen gegen Hautalterungen, Cellulite und Stresserscheinungen helfen. Außerdem wird gesagt, Algen seien durch Zink und Vitamine ideal für Hautstraffungen und für ein generell besseres Hautbild. Egal, ob Shampoos, Cremes oder Gesichtsmasken – Konsumenten greifen immer häufiger zu Algenprodukten. Auch Hotels, Kosmetikstudios und Wellness-Centren setzen die Wasserpflanze sehr gern für Therapien und Behandlungen ein.

Aufgrund der ganzen Vorteile, die Algen mit sich bringen, ist anzunehmen, dass der Algengebrauch in Zukunft eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Noch spielt die Alge im Kopf der Deutschen eine nebensächliche Rolle. Doch neben Einsatz in der Küche findet sie immer mehr Gebrauch in der Kosmetik, in der Medizin und sogar als nachwachsende, saubere Quelle für umweltfreundlichere Energie. Kein Wunder, dass längst vom “grünen Gold“ geredet wird.

Über weitere Lebensmittel, die sich positiv auf deine Haut auswirken, erfährst du mehr in unserem Blogbeitrag Skinfood.



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