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It’s tea time – alle Teesorten und deren Wirkung im Überblick

Es ist 5 Uhr am Nachmittag – Zeit für einen Tee. In Großbritannien ist das tatsächlich ein richtiges Ritual. Aber auch in Deutschland wird Tee getrunken. Natürlich nicht in den Massen wie in Großbritannien, Irland oder der Türkei. Jedoch ist das aufgebrühte Getränk sogar beliebter als Kaffee. Welche Sorten Tee gibt es überhaupt und wie wirken sie? Alle Fragen klären wir in diesem Artikel. Für weitere gesunde warme und kalte Getränke klicke unsere Auflistung durch.

Tee allgemein: von der Pflanze in das Teesieb

Generell werden die Blätter der Teepflanze gezüchtet und anschließend geerntet, um als Tee verarbeitet zu werden. Die Qualität der Teeblätter hängt dabei von mehreren Faktoren wie Anbaugebiet, Klima, Erntezeit, Verarbeitung und Lagerung ab.

Die Ernte erfolgt per Hand von geübten Teepflückerinnen. Diese können pflückreife von noch nicht fertig entwickelten Sprossen unterscheiden. Für eine gute Qualität ist es zudem wichtig, in den gleichen Abständen zu ernten.

Nach der Ernte werden die Blätter gewelkt, gerollt, fermentiert, getrocknet und gesiebt. Bei den unterschiedlichen Teesorten kann sich die Bearbeitung jedoch etwas unterscheiden. Die Fermentation und Oxidation gelten hierbei als die 2 maßgebenden Faktoren für den individuellen Geschmack der Teesorten.

Als Tee dürfen nur Aufgüsse der Teepflanze bezeichnet werden, so wie schwarzer, grüner oder weißer Tee. Kräuter- und Früchtetees gelten als teeähnliche Erzeugnisse.

Was hat es mit den neuen Tee-Trends auf sich?

Matcha

Matcha Tee ist ein grelles grünes Getränk aus Japan, das aus gemahlenen Grünteeblättern zubereitet wird. Das traditionelle Getränk gilt als Muntermacher und gesunder Super-Drink.

Mate

Offiziell darf man diese Teesorte eigentlich auch nicht als Tee bezeichnen, da sie aus dem Mate-Strauch gewonnen wird, der keine Teepflanze ist. Das Getränk aus der Pflanze kann vor allem durch seinen hohen Koffeingehalt punkten. Zusätzlich fördern die enthaltenen Gerbstoffe darin den Stoffwechsel und die Verdauung.

die perfekte Tee-Zubereitung

Allgemein kannst du dich an die Zubereitungsempfehlungen auf der Teepackung beziehungsweise den Teebeuteln richten. Je nach Teesorte kann die Zubereitung auch variieren. Hier ein paar Hinweise:

  • je größer die Menge an Teeblättern, desto stärker der Geschmack
  • je heißer das Wasser, umso kürzer die Ziehdauer
  • verschiedene Teesorten verlangen unterschiedliche Wassertemperaturen
  • je länger die Ziehzeit, desto intensiver der Geschmack
  • der Geschmack des Tees hängt auch vom verwendeten Wasser ab (tendenziell eher weiches Wasser bevorzugen)

Loser Tee oder Teebeutel?

Zuerst:
Was ist der Unterschied? Loser Tee sind große Blätter, die aufgegossen werden. Durch das Wasser falten sich diese auf und würden nicht mehr in einen Teebeutel passen. In einem Teebeutel hingehen findest du eher kleine Teeblätter, die selbst nach dem Ziehen den Beutel nicht zum Platzen bringen. Der Unterschied besteht also in der Teeblattgröße. Bei der Ernte werden die kleinen Blätter von den Großen durch spezielle Maschennetze getrennt.

Nachteile des Teebeutels: In den Beuteln ist die Teemenge vorgegeben. Zudem gibt es in Beuteln eher nur die Standard-Teesorten und keine Ausgefallenen. Leider werden für Beuteltees eher qualitativ minderwertigere Teeblätter der Ernte verwendet.

Nachteil des losen Tees: Das Kochen des losen Tees ist ein etwas (zeit-)aufwendigeres Prozedere. Manch einer zelebriert das regelrecht – wie die Briten. Außerdem benötigst du das passende Equipment dafür.

Fazit:
Wer schnell einen Tee trinken will, greift zu Beuteln, da diese im Alltag praktischer sind. Wer eher auf qualitativ hochwertigen Tee und besondere Teesorten Wert legt, sollte zu losem Tee greifen. Auch, um die individuelle und traditionelle Teezubereitung zu zelebrieren. Der echte Teeliebhaber trinkt also eher losen Tee.

Teesorten im Überblick

Insgesamt können 6 unterschiedliche Teesorten aus der Teepflanze gewonnen werden: schwarzer, weißer, grüner, gelber, Oolong und Pu Erh Tee.

Tee Sorten Überblick

Schwarzer Tee

Darjeeling, Assam, Ceylon – das Angebot an Schwarztee ist groß. Die nach ihrer Herkunft bezeichneten Tees unterschieden sich aufgrund der verschiedenen Herkunftsgebiete stark in ihrem Geschmack. Assam-Tee schmeckt eher kräftig, aber gleichzeitig leicht süßlich nach Honig, während die Sorte Ceylon an eine Zitrusfrucht erinnert. Die Schwarztees wirken leicht antibakteriell, schmerzlindernd und beruhigen die Nerven.

Zubereitung: mit 95°C heißem Wasser aufgießen (direkt nach dem Aufkochen) und für 3 Minuten ziehen lassen. Wenn der Tee länger zieht, kann er schnell bitter schmecken.

Grüner Tee

Der bekannteste der grünen Tees ist der japanische Sencha. Mit einem leicht herben und bitteren Geschmack ist das heiße Getränk allerdings nicht jedermanns Sache. Von den Inhaltsstoffen her solltest du aber gerne mehr davon trinken. Der Tee ist reich an Vitamin A und D.

Zubereitung: mit 70-80°C heißem Wasser aufgießen (2-3 Minuten nach dem Aufkochen) und für ca. 2 Minuten ziehen lassen.

Kräutertee

Du solltest bei Kräutertees nicht nur an den Kamillentee denken, den Mama dir gemacht hat, wenn du krank warst. Denn jede einzelne Sorte hat eine ganz besondere Wirkung, die dir und deiner Gesundheit gut tut. Kamillentee kann beispielsweise Bauchschmerzen lindern, Salbeitee wirkt gegen Blähungen, Fencheltee wirkt entzündungshemmend und schleimlösend bei Erkältungen, Brennnesseltee hilft bei einer Diät als Entschlackungshilfsmittel und Frauenmanteltee kann bei Menstruationsschmerzen helfen.

Zubereitung: mit 95°C heißem Wasser aufgießen (direkt nach dem Aufkochen) und für 5-8 Minuten ziehen lassen.

Früchtetee

Für die, die ihren Tee lieber süß mögen, gibt es natürlich auch eine passende Teesorte. Die Teesorte besteht meist aus getrockneten Früchten. Je nach Zusammenstellung kann demnach der Geschmack von blumig/lieblich bis würzig/herb variieren. Die meist roten Tees eignen sich sehr gut als süßes, zuckerfreies Getränk bei Heißhunger.

Zubereitung: mit 95°C heißem Wasser aufgießen (direkt nach dem Aufkochen) und für 5-10 Minuten ziehen lassen. Je länger der Früchtetee zieht, desto säuerlicher wird er im Geschmack.


Tee allgemein

Allgemein profitierst du beim Trinken von Tees nicht nur von deren positiven Wirkungen, sondern auch von der Flüssigkeitsaufnahme für deinen Körper. Je nach dem, welche Teesorte du wählst, kann dich der Tee aufputsche, beruhigen, entspannen oder Krankheitssymptome lindern.



Hast du schon mal davon gehört, direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken? Finde heraus, was hinter diesem Trend steckt.



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