Kürbisse – alles, was du wissen musst

Kaum eine andere Frucht verbindet man so sehr mit dem Herbst wie der Kürbis. Moment mal – Frucht? Ja, aus botanischer Sicht sind Kürbisse Früchte, weil sie aus einer bestäubten Blüte entstehen. Da der Kürbis im Beet einjährig kultiviert wird, zählt er nach Lebensmitteldefinition zum Gemüse. Wissenschaftler haben sich darauf geeignet, den Kürbis als Fruchtgemüse zu definieren.

Kürbisse: Zucchini

Wusstest du, dass Zucchini auch zur Gattung der Kürbisse gehört?








Die beliebtesten Kürbissorten

Es gibt mehr als 800 Kürbissorten. Darunter sind jedoch nicht alle zum Verzehr geeignet sondern auch Zierkürbisse.
Besonders beliebte Speisekürbisse sind der Hokkaido Kürbis, der Butternut Kürbis, der Muskatkürbis und der Spaghetti Kürbis. Aber wie genau unterscheiden sich die Kürbisse voneinander?

Hokkaido Kürbis

Nährwerte von Hokkaido pro 100g

    • 67 Kalorien
    • 5.5g Kohlenhydrate
    • 1.7g Eiweiß
  • 0.6g Fett

Der Hokkaido Kürbis ist wohl der am meisten verzehrte Kürbis. Das liegt daran, dass seine harte Schale beim Kochen oder Backen ganz weich wird und mitgegessen werden kann. Dadurch ist die Zubereitung dieses Kürbisses sehr einfach. Er macht sich hervorragend in Suppen, als Ofengemüse, auf einem Flammkuchen oder im Risotto. Charakteristisch ist für diese 1-2 kg schwere Frucht die Zwiebelform. Das Aroma vom Hokkaido erinnert an Esskastanien.

Auch wir kochen damit und haben eine leckere Hokkaido Suppe mit Chili und Kokos gezaubert..

Butternut Kürbis

Nährwerte von Butternut Kürbis pro 100g

    • 45 Kalorien
    • 8.3g Kohlenhydrate
    • 1.1g Eiweiß
  • 0.1g Fett

Der Butternut Kürbis hat hellgelbes Fleisch und ist birnenförmig. Seine Schale muss vor dem Verzehr entfernt werden. Allerdings hat der Butternut Kürbis nur wenig Kerne, wodurch seine Zubereitung auch sehr schnell und einfach möglich ist. Bezeichnend ist sein buttriges Aroma. Er wird ebenfalls bis zu 2kg schwer. Verwenden kann man den Kürbis auch sehr gut als Ofen- oder Pfannengemüse.

Muskatkürbis

Nährwerte von Muskatkürbis pro 100g

    • 19 Kalorien
    • 4.1g Kohlenhydrate
    • 0.2g Eiweiß
  • 0g Fett

Der Muskatkürbis ähnelt dem Hokkaido Kürbis. Er ist saftig aromatisch und wird allerdings bis zu 20kg schwer. Charakteristisch ist für ihn seine runde, gerippte Form, wodurch er fast wie gemalt aussieht. Sein Geschmack enthält eine feine Muskatnote. Der Muskatkürbis eignet sich sehr gut für Pfannengemüse oder Suppe. Er muss vor dem Verzehr auch geschält werden.

Spaghetti Kürbis

Nährwerte von Spaghetti Kürbis pro 100g

    • 31 Kalorien
    • 6.9g Kohlenhydrate
    • 0.6g Eiweiß
  • 0.6g Fett

Der Spaghetti Kürbis ist eine echte Abwechslung zum klassischen Kürbis. Er ist länglich und hat eine helle bis dunkelgrüne Schale. Doch was sich darunter verbirgt, ist wirklich faszinierend. Dafür muss man den Kürbis halbieren, das Kerngehäuse auskratzen und dann entweder im Ofen oder der Mikrowelle garen. Löst man das Fruchtfleisch nun von den Seiten fasert sich der Kürbis in feine Spaghetti auf. Diese Kürbis-Spaghetti haben ein süßlich-nussiges Aroma und einen leichten Biss. Perfekt für gesund Pasta-Gerichte!

Wieso sind Kürbisse so gesund?

Das Fruchtfleisch von Kürbissen enthält viele gute Nährstoffe. Unter anderem ist der Kürbis eine Quelle für komplexe Kohlenhydrate – diese geben deinem Körper langanhaltende Energie. Mit nur ungefähr 25 Kalorien pro 100g sollte der Kürbis also auf jeden Fall auf deinem Speiseplan für eine leichte Küche sein. Außerdem sind Kürbisse echtes Anti-Aging-Food – die enthaltende Kieselsäure sorgt für gesunde Nägel, glänzende Haare und ein straffes Bindegewebe. Zudem sind in dem Fruchtfleisch weitere wichtige Nährstoffe vorhanden, wie zum Beispiel Kalzium, Kalium, Magnesium, Beta-Carotin und Vitamin A.
Doch nicht nur das Fruchtfleisch ist gesund, auch die Kürbiskerne haben es in sich. Ob roh oder geröstet, sie schmecken nussig und sehr aromatisch. Essen kann man sie als Snack, in Salaten oder in Broten und Brötchen. Des weiteren sind sie eine gesunde Proteinquelle und enthalten viele Mineralstoffe. Dein Körper wird unter anderem mit Magnesium, Zink, Eisen und Kupfer versorgt.
Auch das aus Kürbiskernen gewonnene Kürbiskernöl ist sehr gesund und ein hochwertiger Lieferant für essentielle Fettsäuren. Die Inhaltsstoffe Vitamin E und Linolsäure senken einen erhöhten Cholesterinspiegel und beugen Herz-und Kreislauferkrankungen vor. Zu verwenden ist Kürbiskernöl für Salatsaucen oder Gemüsegerichte.

Kürbisse: Tipps und Tricks

Damit du immer einen reifen und haltbaren Kürbis erkennen kannst und wie du Kürbisse noch verwenden kannst, haben wir dir unsere besten Tipps aufgeschrieben.

  • Kürbis immer mit Stiel kaufen! Wenn dieser fehlt trocknet der Kürbis entweder schneller aus oder Fäulnis-Bakterien können in das Innere gelangen.
  • Kürbis abklopfen! Einen reifen Kürbis erkennst du daran, wenn ein hohles Geräusch beim Klopfen entsteht.
  • Kürbiskernöl nie erhitzen! Der Siedepunkt ist sehr niedrig und das Öl wird durch das Erhitzen sehr bitter.
  • Kürbispürree zum Backen benutzen! Die Hälfte des Öls oder der Butter beim Backen kannst du durch Kürbispürree ersetzen. Dadurch wird der Kuchen nussiger und saftiger und du kannst Kalorien sparen.

Wo kann ich Kürbisse kaufen?

Kürbisse kannst du während der Saison von September bis November in den meisten Supermärkten sowie auf dem Wochenmarkt kaufen. Im Herbst gibt es auch eigene Kürbis-Märkte mit ganz besonderen Spezialitäten aus dem Gemüse. In gut sortierten Einkaufsläden findest du sogar Hokkaido im Tiefkühlregal, wenn du selbst zu den anderen Jahreszeiten darauf nicht verzichten kannst.

Du hast Lust selber mal etwas mit Kürbis zu machen? Dann haben wir hier ein Rezept für einen leckeren Pumpkin Pie oder fruchtige Energy Balls mit Kürbis für dich.




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