Miso: Paste in Schüssel

Miso – die würzige Paste, die es in sich hat

Immer mehr Lebensmittel und Gerichte aus ausländischen Kulturen verbreiten sich in Deutschland. Der Chinese um die Ecke oder Sushi vom Lieferservice – die asiatische Küche hat schon lange einen Einfluss auf unsere Essgewohnheit. Wer hat schon mal von Miso gehört? Wer die leckere Paste noch nicht probiert hat, sollte schleunigst zum Japaner oder in den Supermarkt.

Was ist Miso?

Miso ist eine Paste, die in der japanischen Küche zum Würzen verwendet wird. Sie wird hauptsächlich aus gedämpften Sojabohnen hergestellt und kann je nach Sorte mit veränderlichen Teilen von Reis, Gerste, anderem Getreide und Salz vermengt sein. Dementsprechend kann die Farbe der Paste von gelblich über rot zu dunkelrot/braun variieren. Ebenfalls unterscheidet sich der Geschmack von scharf bis süß. Grob kann man die Paste in 3 Sorten aufgrund der Bestandteile unterteilen:

  • Mamé-miso: besteht nur aus Sojabohnen
  • komé-miso: besteht aus Sojabohnen und Reis
  • mugi-miso: besteht aus Sojabohnen und Gerste

Die Herstellung der Gewürzpaste ist sehr traditionell und kann aufgrund von Reifungsprozessen bis zu 1 Jahr dauern. Jedoch wird in der Lebensmittelindustrie diese lange Dauer durch Zugabe von Ersatzstoffen umgangen. Dieses „Miso“ hat mit dem ursprünglichen mit Handarbeit hergestellten Produkt nichts mehr zu tun.

Miso: Sojabohne

Nährstoffe von Miso

Die Paste ist sehr nahrhaft. Hauptsächlich besteht diese bekanntlich aus Sojabohnen, welche reichlich Proteine liefern. Zudem enthält das japanische Gewürz durch die traditionelle Herstellung Milchsäurebakterien, welche sich besonders günstig auf Magen und Darm für die Verdauung auswirken. Außerdem liefert die Sojabohnenpaste Vitamin B2 und E sowie Lecithin (wichtig für Fettstoffwechsel) und Cholin (wichtig für Enzym- und Hormonsynthese sowie zur Übertragung von Nervensignalen). In Zahlen ausgedrückt hat Miso 180 kcal pro 100 Gramm, 10g Eiweiß, 4g Fett und 27g Kohlenhydrate.

Tipps

Einkauf

Achte beim Einkaufen darauf Miso aus traditioneller Herstellung zu kaufen. Am besten erhältst du die in einem guten Asia-Shop oder im Bioladen. Außerdem kannst du die Verpackung genauer lesen: wenn du den Vermerk „mutenka“ oder „non-GMO“ lesen kannst, bedeutet dies, dass das Miso keine genbehandelte Sojabohnen enthält. „yuuki“ steht für organische Zutaten ohne künstliche Zutaten bzw. nach Bio-Kriterien.

Aufbewahrung

Sobald du die Packung geöffnet hast, lagere sie kühl im Kühlschrank. Dort ist sie mehrere Monate haltbar.

Kochen mit der Paste

Als Vorbereitung solltest du die zähe Masse in etwas heißem Wasser lösen. In der Weise lässt sich Miso leichter als Gewürz verarbeiten.

Weit verbreitet ist die Miso-Suppe, welche ein einfaches Gericht ist, um Miso zu verwenden. Im Prinzip musst du nur die Paste in Wasser lösen. Die Brühe kann man dann nach belieben noch mit Nudeln, Tofu, Pilzen etc. aufpeppen.

Einen wahren Hype in asiatischen Restaurant gibt es derzeit um das Gericht „Ramen„. Letztendlich ist das eine Suppe mit bestimmten Einlagen wie Fleisch, Fisch, Ei, Nudeln, Gemüse und vielem mehr. Die Variationen des Gerichts sind sehr groß. So zum Beispiel nämlich auch bei der Basis der Brühe. Eine Version ist die auf Miso-Brühe.

Miso: Suppe

Genauso geeignet ist die Paste für Soßen. Als eine Art Sahne-Ersatz gibt Miso der Soße eine cremige Konsistenz. Am besten passt die würzige Soße dann geschmacklich zu Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse.
Trau dich an die würzige Paste aus einem anderen Kontinent und entdecke die japanische Küche für dich!

Dir hat es die indische Küche angetan? Dann erfährst du hier, was die indische Küche so einzigartig macht.



Ähnliche Beiträge


Eine Antwort zu „Miso – die würzige Paste, die es in sich hat

  1. Sowas kenne ich noch nicht, aber ich glaube ich werde das mal ausprobieren. Bin auch immer ein Freund davon frisches Gemüse selbst anzubauen oder falls notwendig auch mal vom Hof zu bestellen. Da kann man sich sicherlich tolle Gerichte mit der Paste machen. Danke!

Kommentar abgeben