Paleo – Was bringt die Steinzeiternährung?

Paleo

Du hast schonmal etwas von der im Trend liegenden Paleo Ernährung gehört und weißt noch nicht ganz genau, was das ist? Du interessierst dich generell für Ernährungsformen und möchtest wissen, ob die Paleo Ernährung wirklich so gesund ist, wie viele berichten? Dann bist du hier genau richtig – denn wir haben die sogenannte Steinzeiternährung für dich unter die Lupe genommen.

Was ist Paleo?

Für eine genaue Begriffsdefinition müssen wir etwa 2,5 Millionen Jahre zurückschauen: Paleo bezeichnet nämlich die Kurzform für den Zeitraum des Paläolithikums (Altsteinzeit). Deshalb wird diese Art der Ernährung auch Steinzeiternährung genannt. Die Ernährung orientiert sich stark an dem ursprünglichen Speiseplan der Jäger und Sammler – dieser war naturbelassen. Paleoaner ahmen diese Ernährungsform mit den heute noch verfügbaren Lebensmitteln unter Berücksichtigung moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse nach. Dabei wird ein verstärkter Fokus auf eine gute Qualität der Lebensmittel gesetzt. Früher wurden die Lebensmittel noch nicht chemisch bearbeitet und deshalb sollen sie in der Paleo Ernährung auch so naturbelassen wie möglich sein.
Oftmals wird vermutet, dass Paleo eine Diätform sei – das stimmt aber nicht. Es geht nicht darum, Kalorien zu zählen oder abzunehmen, sondern seine Ernährung umzustellen, um gesünder und fitter zu werden.

Was darf man essen?

Eine der wichtigsten Fragen in der Paleo Ernährung!
Falls du denkst, dass dein Speiseplan jetzt nur noch aus Beeren und Fleisch besteht – falsch gedacht. Erlaubt ist alles, was theoretisch schon in der Steinzeit verfügbar war und ohne das Zutun von Menschen entstanden ist.
Auf deinem Speiseplan stehen also viele unverarbeitete und nährstoffreiche Lebensmittel, die sich in sechs Gruppen einteilen lassen.

  • Gemüse
  • Obst
  • Nüsse und Samen
  • Fleisch und Fisch
  • Eier
  • gesunde Fette

Viele Gerichte sind deshalb schon von sich aus Low Carb oder High Protein. Wichtig ist, bei den Mahlzeiten auf Ausgewogenheit zu achten. Eine ideale Mahlzeit besteht zum größten Teil aus Gemüse, einer Proteinquelle wie Ei, Fleisch oder Fisch, ausreichend Fett und ein wenig Obst. Bei tierischen Produkten ist vor allem wichtig, dass die Tiere viel Bewegung, gutes Futter und kein Antibiotika bekommen haben, damit die Qualität der Produkte nicht leidet. Wenn möglich, solltest du zu Produkten in Bio-Qualität greifen.

Gemüsepaleo

Welche Nahrungsmittel sollte man vermeiden?

In der Paleo Ernährung verzichtet man auf verarbeitete Lebensmittel, die erst nach der Einführung von Ackerbau und Viehzucht verfügbar geworden sind. Außerdem sollen Lebensmittel, die dem Körper schaden, vermieden werden.
Dazu zählen:

  • Getreideprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Milchprodukte
  • Zucker
  • Geschmacksverstärker und andere künstliche Zusatzstoffe
  • stark verarbeitete Fette

Paleoaner sind der Meinung, dass der Mensch sich nicht „artgerecht“ ernähre und die Verdauung noch auf Steinzeit-Kost eingestellt sei. Sie sehen darin die Ursache für Übergewicht, Diabetes und sogar Krebs. Ziel ist es, alle chemischen und gezüchteten Produkte zu vermeiden, um möglichst gesund und fit zu leben. Zu den Lebensmitteln, die vermieden werden sollen, zählen beispielsweise Teigwaren, Nudeln, Couscous, Süßigkeiten und Softdrinks.

Warum ist Paleo so gesund?

Eine Ernährung mit einer Basis von viel Gemüse und Obst, Nüssen und Samen und hochwertigen Eiweißen ist gesund. Es ist – egal wie man sich ernährt – empfehlenswert, auf hochverarbeitete Lebensmittel, wie Zucker, Weißmehl und ungesunde Fette, zu verzichten. Alleine der Verzicht dieser Lebensmittel trägt zu einer viel gesünderen Ernährung bei. Der Verzicht dieser Produkte führt auch dazu, dass man mit Paleo abnehmen kann, wenn diese Lebensmittel vorher oft konsumiert wurden.
Die Paleo Ernährung trägt auch dazu bei, dass der Körper viele Nährstoffe bekommt. Gemüse und Obst enthalten viele Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien. Die tierischen Produkte liefern dir viel hochwertiges Protein und Spurenelemente.

Wie sieht ein Paleo-konformer Speiseplan aus?

Die Umstellung auf Paleo ist nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick aussieht. Im besten Fall integrierst du nach und nach mehr Paleo-Gerichte in deinen Alltag.

Frühstück

  • Müsli aus Nüssen, Beeren und frischem Obst
  • Smoothie
  • Rührei

Mittag- oder Abendessen

  • Salate
  • Suppen
  • Gemüsepfannen

Fazit

Gegen eine Ernährung frei von Zucker und anderen verarbeiteten Lebensmitteln ist generell nichts einzuwenden. Durch die frischen Lebensmittel kannst du dich fitter und auch voller Energie fühlen.
Außerdem ist es für Mensch und Umwelt ratsam, zu hochwertigen Lebensmitteln aus guter Haltung oder gutem Anbau zu greifen.
Doch dies bringt auch einiges an Aufwand mit sich. Neben viel Zeit zum Zubereiten der Mahlzeiten braucht man auch Geld, um die hochwertigen Lebensmittel zu kaufen. Allerdings – wer sollte das Geld und die Zeit wert sein, wenn nicht du selbst?
Außerdem steigt der Verzehr an tierischen Lebensmitteln, da viel Fleisch und Fisch auf dem Speiseplan steht. Für Veganer ist die Paleo Ernährung somit sehr schwer umsetzbar.
Empfehlenswert ist die Ernährung für Menschen, die gerne mal etwas Neues ausprobieren  oder auf Milch und Weizenprodukte verzichten möchten. Denn oftmals kann hinter einer diffusen Magenbeschwerde auch eine Unverträglichkeit stecken – zum Beispiel eine Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit.

 



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