Rhabarber – süß und sauer, aber definitiv gesund

Es ist wieder soweit: die Rhabarberzeit beginnt. Von April bis Juni ist das Gemüse auf Wochenmärkten und in Supermärkten erhältlich. Ob roter oder grüner, sauer oder süß, Kuchen oder Marmelade. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über Rhabarber wissen solltest.

Was ist Rhabarber

Rhabarber ist eine Gemüsesorte und gehört zu der Pflanzenart der Knöterichgewächse. Was wir als Rhabarber kennen und essen, sind die (un-)geschälten Blattstiele der Nutzpflanze. Ursprünglich kommt die Pflanze aus dem Himalaja. Erst im 18. Jahrhundert erreichte die Gemüsesorte Teile Europas: zuerst England, dann über Frankreich und der Niederlande auch Deutschland.

Geschmack

Die Stangen haben einen typischen leicht säuerlichen Geschmack. Als Faustregel gilt: je intensiver die rote Farbe der Stange, desto weniger sauer schmecken sie. Außerdem wird der säuerliche Geschmack intensiver, je länger er auf dem Feld ist.

Wie gesund ist Rhabarber?

Das Stangengemüse steckt voller wertvoller Nährstoffe. Viel Apfel- und Zitronensäure sowie Vitamin C und etliche Mineralstoffe. Ein besonderer Vorteil ist die Makronährstoffzusammensetzung: Das Gemüse ist beinahe fettfrei mit lediglich 0.1g Fett pro 100g. Zudem enthält das Frühlingsgemüse nur 13 kcal/100g und ist somit ein Diät-Gemüse.

Achtung: Oxalsäure

Man darf allerdings nicht vergessen, dass in den Blättern der roten und grünen Stangen Oxalsäure enthalten ist. Diese gilt als giftig und nicht essbar. Der giftige Stoff ist aber auch in den essbaren Stangen enthalten. Durch kalziumreiche Zutaten, wie etwa Milch oder Pudding, lässt sich der Säuregehalt jedoch etwas entschärfen. Weiterhin aufpassen sollten jedoch Menschen mit Nierenleiden, Rheuma oder Gicht sowie Kinder.

Rhabarber: Stange und Blatt

Einkaufen und Zubereitung von Rhabarber

Beim Einkauf solltest du darauf achten, dass die Stangen fest sind und leicht glänzen. Die Enden sollten saftig aussehen. Sobald du einen frischen Rhabarber gekauft hast, wickelst du ihn zuhause am besten in ein feuchtes Küchentuch ein und lagerst ihn im Kühlschrank. Dann ist er mehrere Tage knackig. Wer auch in der Herbst-/Winterzeit nicht auf den säuerlichen Geschmack verzichten will, kann das Gemüse auch roh oder vorgekocht einfrieren.

Als Vorbereitung müssen die Stangen gewaschen werden und der Blattansatz sowie das Stielende abgeschnitten werden. Falls der Rhabarber besonders dick und faserig ist, empfiehlt es sich, diesen zu schälen.

Ideen für die Küche

Wie du das Gemüse dann einsetzt und verwendest, ist komplett dir überlassen. Wenn du mutig bist, kombinierst du den Rhabarber als Beilage zu Fleisch, Fisch und Geflügel. In Kombination mit Gewürzen (Ingwer, Zimt, …) ergibt er ein Gericht der besonderen Art. Kurz angebraten können die roten Stangen auch gut in Salate untergemischt werden. Natürlich dürfen die Klassiker nicht fehlen: eingekocht als Kompott oder Marmelade oder ein Kuchen.




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