Rucola: Berg

Rucola – der gesunde Allrounder

„Vom Straßenrand als Unkraut auf den Teller als Delikatesse“. So könnte man wohl die Entwicklung von Rucola beschreiben. Vor 20 Jahren galt das Kraut noch als lästiges Unkraut. Doch durch die Italiener mit deren mediterranen Küche gelangte die Pflanzenart wieder zurück auf den Teller in Deutschland als „kulinarisches Revival“. Wo mittlerweile Rucola überall eingesetzt wird und warum dieses Kraut so gesund ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Herkunft von Rucola

Rucola, oder auch Rauke genannt, gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. In Deutschland waren die hauptsächlich als Salatpflanze verwendeten Blätter in Vergessenheit geraten, bis die italienische Küche die deutschen Geschmäcker wieder von den grünen Blätter überzeugen konnte.

Rucola: Saat

Rucola – das gesunde Trendkraut

Rucola ist bekannt für seinen charakteristischen scharfen-aromatischen Geschmack. Dieser kommt durch enthaltene Senföle zustande, welche eine heilende Wirkung entfalten können. So kann dieses das Wachstum von Vieren und Bakterien in Harn- und Atemwegen hemmen. Zudem findet man einen hohen Gehalt an Folsäure in den grünen Blättern, welche die Funktion des Herzen und die Aufrechterhaltung des Kreislaufs unterstützen.  Ebenso steckt ein unschlagbarer Anteil an Vitamin C in Rucola (nicht mal eine Orange kann da mithalten), wodurch das Immunsystem gestärkt wird. Zuletzt darf man auch nicht die Mirkonährstoffe Betakarotin, Magnesium und Eisen vergessen. Letzterer ist äußert wichtig für den Sauerstofftransport im Blut. Betrachten wir die Kalorien der Rauke, fällt auch ziemlich schnell auf, dass das Gemüse sehr kalorienarm (28kcal/100g) und deshalb Diät geeignet ist.

Aber ACHTUNG: Rucola enthält einen hohen Nitratwert, so wie andere Gemüsesorten wie Spinat und Kohl. Nitrat kann für den Körper gefährlich werden, sobald Bakterien dieses zu Nitrit verstoffwechseln. Daraus wiederum können sich nämlich mit Eiweißbausteinen aus dem Körper sogenannte Nitrosamine bilden, welche als krebserregend gelten. Der nicht optimale Abbau des Nitrats an der Pflanze wird durch zu niedrige Temperaturen und zu wenig Sonneneinstrahlung verursacht. Deshalb weist der „Winter-Rucola“ meist höhere Werte auf als der „Sommer-Rucola“. Allgemein ist der Nitratgehalt in Rucola jedoch seit den letzten Jahren gesunken und allgemein nur in Maßen vorzufinden.

Geschmack

Rucola hat einen charakteristischen, intensiven, würzig-herben und leicht scharfen Geschmack. Durch seinen außergewöhnlichen Geschmack kannst du aus einem „Basic-Gericht“ eine tolle Mahlzeit zaubern.

Kochen mit Rucola

Aufgrund der tollen Nährstoffe und der gesunden Auswirkungen auf den Körper gibt es keine Einschränkung in der Rucola-Verzehrsmenge. Klassisch und die naheliegenste Verwendungsart ist die Salat-Variante. Als Beilage oder Hauptgericht liefert dir der frische, grüne Salat reichlich gesunde Vitamine. Ebenso kannst du die Rauke auch warm, leicht angebraten servieren. Oder hast du die grünen Blätter schon mal mit in einen Smoothie gegeben? Das Kraut gibt hier deinem Getränk die letzte Würze. Für ein schnell vorbereitetes Mittagessen für unterwegs kannst du die Rauke auch mit in einen Wrap wickeln – wie wir. In unseren Wraps (Tomate-MozarellaHähnchen und Avocado) rundet Rucola mit seinem charakteristischen Geschmack in Kombination mit den weiteren Zutaten das Gericht perfekt ab.

Einkauf- und Küchentipps

Mittlerweile ist Rucola das ganze Jahr über erhältlich. Allerdings schmeckt die Rauke besonders intensiv und gleichzeitig weniger bitter, wenn sie im Sommer mit Sonne vollgetankt wird. Wenn die Blätter frisch, knackig und saftig-grün aussehen, haben sie das beste Aroma.

Am besten isst du das Kraut ziemlich zeitnah nach dem Einkauf, da es nur bedingt gut haltbar ist. In ein feuchtes Tuch eingewickelt bleibt es für ca. 1-2 Tage frisch.

Vor dem Kochen musst du die grünen Blätter unbedingt gründlich waschen. Je nach dem, ob du einen Salat daraus zubereiten möchtest oder ein Beilagengemüse, kannst du die großen Blätter einfach in passende Stücke schneiden.

Geheimtipp: Wenn der Rucola besonders bitter schmeckt, kannst du diesen Geschmack neutralisieren, indem du die Blätter vorher kurz unter lauwarmes Wasser hältst. Die Bitterstoffe werden nämlich so neutralisiert.

Rucola: Detailansicht

 

Rucola ist dir zu würzig und du hättest als Salatgrundlage lieber etwas milderes? Da können wir dir Baby-Spinat empfehlen. Wie gesund Spinat ist, erfährt du in diesem Beitrag.



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