Spinat

So gesund ist Spinat wirklich

Seit bekannt ist, dass durch einen Kommafehler der Eisengehalt im Spinat falsch beziffert wurde, hat er seinen guten Ruf als super gesundes Gemüse etwas einbüßen müssen und viele fragen sich, ob er wirklich so gesund ist, wie es einem als Kind vermittelt wurde. Die Antwort ist ganz klar: JA!

Auch wenn Spinat statt den einst angenommenen 35mg nur 3,5mg Eisen auf 100g enthält, ist das immer noch sehr viel. Zudem sind in dem grünen Gemüse neben Magnesium und Zink viele lebensnotwendige Vitamine enthalten. Dabei ist das Gemüse äußerst kalorienarm, 12kcal pro 100g. 

Des weiteren diskutieren Experten über die Folgen des Nitratgehalts in Spinat. Spinat ist eine sehr schnell wachsende Pflanze und nimmt daher unheimlich viele Nährstoffe über den Boden auf. In gedüngten Böden ist oft viel Nitrat enthalten. Einige Meinungen besagen das Nitrat für den Körper schädlich sein kann. Die meisten Studien belegen aber positive Wirkungen von Nitrat. So stärkt es zum Beispiel die Muskulatur und somit die Leistungsfähigkeit, da es die Funktion der Mitochondrien (das sind die Kraftwerke unserer Zellen) unterstützt. Also war es auf keinen Fall unberechtigt, dass Popeye in Situationen die besonders viel Kraft abverlangten, zu einer Dose Spinat griff.

Weitere wissenschaftliche Tests mit weiblichen Versuchsgruppen beweisen außerdem die unterstützende Funktion von Spinat beim Abnehmen. So hat in dem Experiment, die Probandengruppe die täglich Spinat zu sich nahm, innerhalb von drei Monaten 1,5 kg mehr abgenommen, als die Gruppe die keinen Spinat aß. Das liegt unteranderem daran, dass Spinat die Lust auf Heißhungerattacken stillt. Dieser Effekt ist am stärksten bei Gerichten mit der extra Portion Spinat. Bei eatclever wäre das die indische Spinat Hähnchen Pfanne. Außerdem hat Spinat, wie bereits erwähnt, einen geringen Kaloriengehalt und zudem einen geringen Kohlenhydratanteil von 1.4 Gramm. Deshalb eignet sich Spinat ideal während einer Low-Carb-Diät und um Gewicht zu verlieren.

Der Nitratgehalt im Spinat ist außerdem dafür verantwortlich, dass der Mythos entstanden ist, es sei ungesund Spinat wieder aufzuwärmen. Bei längerer Lagerung und Wärmehaltung wandelt sich Nitrat in Nitrit um. Dieses beeinflusst den Sauerstofftransport in den roten Blutkörperchen. Allerdings merklich nur in großen Mengen. Die Mengen die bei der Lagerung von Spinat entstehen sind unbedenklich. Lediglich bei Babys unter sechs Monaten sollte man auf aufgewärmten Spinat verzichten.

Es gibt die unterschiedlichsten Spinatsorten. Der Unterschied von Baby Spinat (oder auch jungem Spinat) zu herkömmlichem Spinat ist übrigens, dass er zu einem früheren Zeitpunkt geerntet wird. Dadurch sind die Blätter kleiner und besonders zart. Baby Spinat sollte man gut waschen, dann kann man ihn ohne Bedenken roh verzehren und zum Beispiel wie Blattsalate nutzen. Auf diese Weise enthält er auch die meisten Nährstoffe (und auch das meiste Nitrat). Damit der Körper die Nährstoffe, die in allen Sorten enthalten sind, besser aufnehmen kann, empfiehlt es sich zum Spinat ein Glas Orangensaft oder Tomaten, Brokkoli oder Kartoffeln zu sich zu nehmen. In diesen Lebensmitteln ist unheimlich viel Vitamin C enthalten. Dieses mindert die Wirkung der im grünen Gemüse enthaltene Oxalsäure, welche dafür verantwortlich ist das Eisen im Spinat gebunden wird und nicht so einfach vom Körper aufgenommen werden kann.

 




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