Vegane Ernährung

Sich gesund und vegan zu ernähren bedeutet nicht gleich verzichten

Vegan leben ist längst kein alternativer Hippiekram mehr. Durch Promis und Ernähungsgurus wie Attila Hildmann ist uns die vegane Küche so nah wie nie zuvor. Und trotzdem haben es Veganer im Alltag oft nicht leicht. Das Angebot bei den meisten Restaurants und Lieferdiensten ist für sie leider immer noch sehr mau. So sind sie oft isoliert, wenn es darum geht auswärts zu essen oder Essen zu bestellen. Zudem müssen sie viel Kritik einstecken und ihre Haltung wird oft belächelt. Dabei kann eine bewusst ausgeführte vegane Ernährung viel zu dem Wohl von Mensch, Tier und Umwelt beitragen.

Die vegane Ernährung zeichnet sich dadurch aus, dass komplett auf tierische Produkte verzichtet wird. Das heißt, neben Fleisch und Fisch sind auch Milchprodukte, Eier & Co. auf dem veganen Speiseplan tabu. Für eine vegane Ernährung entscheiden sich mittlerweile mehr Menschen aus Respekt vor Tier und Umwelt, aber auch um ihrem Körper etwas Gutes zu tuen.

Zahlreiche Veganer schwören auf die positiven Effekte die eine rein pflanzliche Ernährung auf Körper und Geist hat. Sie fühlen sich ausgeglichener, fitter und allgemein gesünder. Das könnte unter anderem daran liegen, dass sie viel Obst und Gemüse und so auch eine große Anzahl an Vitaminen und Nährstoffen zu sich nehmen. Das sie generell unter Eiweiß- und Eisenmangel leiden, stimmt nicht. Offensichtlich fehlen Fleisch und Milchprodukte als Nährstoffquelle, es gibt aber zahlreiche pflanzliche Quellen die den Eiweiß- und Eisenspeicher des Körpers wieder auffüllen. Solche sind zum Beispiel Kicherersben, Nüsse, Linsen, Haferflocken oder Spinat. Auch in Tofu steckt viel Eiweiß und bietet somit eine hervorragende Alternative zu Fleisch. Sobald diese Lebensmittel einen festen Bestandteil im veganen Speiseplan haben, ist es nicht nötig sich über Eisen oder Eiweißmangel Sorgen zu machen. So können auch Sportler, die verstärkt auf ihre Proteinzufuhr achten, ohne Bedenken einer veganen Ernährung nachgehen.

„Sich vegan ernähren und Sport treiben, dass klappt!“

Den einzigen Nährstoff, den Veganer nicht über pflanzliche Produkte aufnehmen können, ist das Vitamin B12. Dieses lebensnotwendige Vitamin wird zwei bis vier Jahre lang in der Leber gespeichert, so läuft für Menschen, die sich entscheiden für einen kürzeren Zeitraum vegan zu leben, keine Gefahr an Vitamin B12 Mangel zu leiden. Veganer, die sich aber ein Leben lang rein pflanzlich ernähren, sollten aber unbedingt Vitamin B12 in Form von Präparaten zu sich nehmen und auf Mangelerscheinungen wie Appetitlosigkeit oder Veränderungen der Zungenschleimhaut achtgeben. Vitamin D ist ein weiteres Vitamin, was für Veganer schwerer zu erreichen ist, als für nicht Veganer.  Vitamin D wird in erster Linie über die Haut über die Sonne aufgenommen. Im Herbst und im Winter leiden schon viele nicht vegane Menschen unter Vitamin D Mangel. Für solche ist es aber leichter diesen Mangel über die Nahrung auszugleichen, da das Vitamin vermehrt in Milchprodukten vorkommt. Einige pflanzliche Lebensmittel enthalten auch Vitamin D, so zum Beispiel Pilze. Wem es nicht möglich ist, ausreichend Vitamin D über eine pflanzliche Ernährung zu sich zu nehmen, sollte auch Vitamin D mit Vitamin Präparaten substituieren.

Menschen, die aus Achtung vor den Tieren auf Fleisch und alle tierischen Produkte verzichten, haben Respekt und keinen Spott verdient. Sich ein Leben lang einer veganen Ernährung zu verpflichten ist ein großer Schritt. Als Verbraucher kann man aber auch schon ein Zeichen setzen, wenn man sich nur für eine bestimmte Zeit vegan ernährt. Zahlreiche positive Untersuchen zeigen, dass der Konsum von den richtigen veganen Lebensmitteln einen positiven Einfluss auf die Wasserbilanz unserer Erde hat. So werden zur Produktion von einem Kilo Rindfleisch 15.000 Liter Wasser benötigt, während die Produktion von einem Kilo Weizen nur 1.300 Liter Wasser in Anspruch nimmt.

„Auch für eine begrenzte Zeit vegan leben, hat positive Einflüsse auf den eigenen Körper und die Umwelt.“

Eine „30 Tage Vegan Challenge“ kann auch mit einer Diät kombiniert werden und dabei helfen Gewicht zu verlieren. Vegan abnehmen ist durchaus möglich. Laut dem veganen Ernährungsexperten Attila Hildmann kannst du deinen Körper in nur 30 Tagen völlig verändern. Eine begrenzte Zeit eine vegane Ernährung auszuprobieren bringt außerdem Abwechslung in deinen Speiseplan. Durch Verzicht auf das Gewohnte lernt man neue Gerichte kennen und erweitert seinen Horizont. Man wird außerdem für das vegane Leben sensibilisiert. Falls dir mal die Inspiration oder die Zeit fehlt vegan zu kochen, hast du bei eatclever in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Mainz, München, Stuttgart und Wiesbaden die Möglichkeit viele vegane Gerichte zu bestellen.

Viele Menschen die mit einer veganen Ernährung beginnen, sind sich oft bei einigen Lebensmitteln, den sogenannten Grenzlebensmitteln, wie zum Beispiel Honig, nicht sicher ob diese in einen veganen Speiseplan gehören oder nicht. Bei den Grenzlebensmitteln unterscheiden sich auch die Expertenmeinungen. Zuletzt bleibt es einem jeden selbst überlassen zu entscheiden, ob Honig und Co mit gegessen werden oder nicht. Allerdings lassen sich für viele Grenzlebensmittel auch Alternativen  finden. Honig lässt sich pflanzlich zum Beispiel ganz einfach durch Agavendicksaft ersetzen.

 



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