Fitnessmythen: Frau

Die Top 10 der Fitnessmythen: wir klären auf!

Lass dich nicht beeinflussen von den Meinungen anderer. Wir erklären dir, was hinter den Fitnessmythen wirklich steckt, damit du keine Fehler bei deinem nächsten Training machst.

Die Top 10 Fitnessmythen

1. Die Fettverbrennung setzt erst nach 30 Minuten ein

Stimmt nicht! Der Körper nutzt bereits ab der ersten Minute bei sportlicher Betätigung beide Energiequellen: Kohlenhydrate UND Fette. Es stimmt jedoch, dass der Körper als erste Hauptquelle für Energie eher die Glykogenspeicher nutzt. Je länger du sportlich aktiv bist, desto mehr schöpft dein Organismus dann auch die Energie aus den Fettreserven. Wichtig ist auch, dass du durch viel Sport deine Fettoxidation (=Verbrennung) anregen kannst, sodass sie schneller effektiver genutzt wird.

 

2. Wer viel Bauchmuskeltraining macht, bekommt einen Sixpack

Fitnessmythen: Sixpack

Was hilft es, wenn du einen Waschbrettbauch hast, der aber von einer Fettschicht überdeckt ist? Es ist wichtig, dass du deinen gesamten Körperfettanteil reduzierst, sodass die Muskeln zum Vorschein kommen. Abhängig vom Geschlecht gibt es Körperstellen, an denen das leichter oder schwieriger geht bzw. wo der Körper zuerst die Fettreserven verbrennt. Die klassischen Problemzonen der Frauen sind die Beine und Hüften, bei Männern eher der Bauch. Am besten reduzierst du dein Körperfett aus einer Kombination von Ausdauer- und Krafttraining sowie einer ausgewogenen Ernährung.

Gleiches gilt auch für den Spruch „man kann gezielt Fett abbauen“. Nein – die Genetik deines Körpers bestimmt, wo als erstes das Fett reduziert wird.

 

3. Fett kann in Muskelmasse umgewandelt werden

Das eine sind Fettzellen, das andere Muskelzellen. Leider gibt es keinen Zauberspruch, durch den sich Fettzellen in Muskelzellen verwandeln. Der einzige Zusammenhang, der hier besteht, ist, dass oft während des Muskelaufbaus Fett verbrannt wird. Das sind jedoch zwei Prozesse, welche komplett unabhängig voneinander passieren.

 

4. Training am Morgen auf nüchternen Magen ist effektiver

Es gibt keine optimale Uhrzeit, um Sport zu machen. Das hängt ganz alleine von deinen Vorlieben ab. Ein Morgenmuffel, der um 7.00 Uhr früh laufen gehen soll, wird wohl kein effektives Training absolvieren. Außerdem zieht dein Körper immer Energie aus beiden Quellen – Kohlenhydrate und Fett. Plane dein Training deshalb so, dass es in deinen Tagesrhythmus passt und du deine volle Leistungsfähigkeit nutzen kannst.

 

5. Nur Cardio-Training hilft beim Abnehmen

Wer hat auch schon mal gehört, Cardio sei der beste Fettverbrenner? Am wichtigsten zum Abnehmen ist deine Kalorienbilanz am Ende des Tages beziehungsweise am Ende der Woche. Liegst du unter deinem Leistungsumsatz an Kalorien, so nimmst du ab. Sport unterstützt natürlich diesen Abnehmeffekt. Außerdem kannst du durch Krafttraining Muskeln aufbauen, welche an sich im Ruhezustand (z.B. wenn du schläfst) mehr Kalorien verbrauchen. Somit hast du deinen Grundumsatz gesteigert. Es gilt also wieder: Kombination aus Cardio, Krafttraining und ausgewogener Ernährung.

 

6. Viel hilft viel – je mehr Sport, desto besser

Definitiv nein. Dein Körper braucht Pausen. Denn genau in dieser Regenerationsphasen wachsen deine Muskeln und du kannst wieder genügend Kraft sammeln, um beim nächsten Training alles zu geben. Gönne deinem Körper also ruhig einmal einen sportfreien Tag und höre auf deinen Körper. Fühlst du dich schlapp? Dann genieße einmal einen ruhigen Abend und zwinge dich nicht noch eine Runde joggen zu gehen. Für Sporteinheiten im Fitnessstudio empfiehlt sich, nicht die gleichen Muskelgruppen an aufeinanderfolgenden Tagen zu trainieren.

 

7. Laufen schadet den Gelenken

Fitnessmythen: Laufen

Falsch – im Gegenteil! Joggen trainiert die Knorpel, beispielsweise im Knie, welcher dann sogar wächst. Auch Hüfte, Füße, Knie und Co. werden durch Lauftrainings nicht negativ beansprucht. Du solltest lediglich auf vernünftige und an deine Fußstellung angepasste Laufschuhe achten, welche richtig gedämpft sind. Also raus aus dem Haus und ab in den Park!

 

 

 

8. Durch Proteine wachsen die Muskeln

Naja. Eiweiß ist ein wichtiger Baustoff für Muskeln und hilft auch bei Regeneration und Reparaturprozessen dieser. Nur durch eine (erhöhte) Proteinzufuhr werden deine Muskeln nicht beginnen zu wachsen. Reize deine Muskeln durch Sporttrainings. Dann können Proteine den Aufbau von Muskeln unterstützen. Mehr über Muskelaufbau kannst du in diesem Beitrag lesen.

 

9. Durch gezieltes Training kann man die Muskelform beeinflussen

Nein! Durch Krafttraining kannst du einzig und allein die Größe deiner Muskeln beeinflussen. Wie ein Muskel geformt ist, ist genetisch bedingt. Durch einzelne Übungen kannst du aber einen Muskel auf verschiedene Weise beanspruchen. Wer nun mal aber eine bestimmte Schultermuskelform hat oder eine nicht ideal parallele Bauchmuskulatur, kann daran leider nichts ändern.

 

10. Wer Muskeln aufbaut (vor allem als Frau) wird sofort „breit“

Fitnessmythen: Armmuskulatur

So stimmt das nicht. Muskeln wiegen mehr als Fett, weshalb auf der Waage eine höhere Zahl angezeigt werden kann, obwohl du im Spiegel schlanker aussiehst. Dies liegt daran, dass Muskeln ein kleineres Volumen als Fett haben. Somit siehst du schmaler und definierter aus. Durch einen höheren Muskelanteil erhöhst du zudem deinen  Kalorienverbrauch dauerhaft und du verbrennst kontinuierlich mehr Fett.

Frauen fehlt außerdem das Hormon, um regelrecht Muskelberge aufzubauen. Es dauert Jahre, bis Frauen sich einen Hulk-Körper antrainieren können.

 

Locke deinen Schweinehund raus aus der Komfortzone und gehe eine Runde laufen, schwimmen, Radfahren oder ins Fitnessstudio. Über falsche Fitnessmythen bist du ja jetzt aufgeklärt. Wie du im Alltag am meisten Fett verbrennst, haben wir dir in diesem Beitrag erklärt. Außerdem: Wenn dein Training erfolgreich war, und du dich vor Muskelkater nicht mir die Treppen hochschleppen kannst, haben wir Tipps für dich was du dagegen tun kannst.



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