eatclever erforscht Lieferung per Greifvogel, Amazon hat diesen Trend verschlafen.

Während Amazon weiter die Lieferung per Drohne vorantreibt und damit viele Probleme mit den Behörden hat, forscht ein Hamburger Bringdienst an der Lieferung mit Greifvögeln.

„Wir arbeiten damit wirklich an der Zukunft der Lieferung. In Deutschland müssen Drohnen immer in der Sichtweite ihres Piloten gesteuert werden. Vögel sind von diesen Bestimmungen befreit“, freut sich Marco Langhoff, einer der Geschäftsführer von eatclever. „Beim Thema Lasttiere denken viele zuerst an Esel. Greifvögel sind von der Natur zum Greifen gemacht, sie eignen sich deshalb besonders, um mit ihnen unsere leckeren Gerichte an unsere Kunden auszuliefern“, erklärt Langhoff weiter die Grundidee des Konzepts.

Das Team von eatclever, einem gesunden Lieferservice mit Standorten in Hamburg, Hannover und Köln, forscht seit nun 3 Monaten intensiv an diesem innovativen Ansatz. Forschungsreisen in den Nahen Osten, wo Greifvögel ein Statussymbol sind und in den Tierpark Lüneburger Heide, wurden durchgeführt.

„Wir glauben auch, dass es ökologischer ist, als mit Drohnen zu liefern“

„Als Lieferservice für gesunde und leckere Gerichte forschen wir ständig an neuen Wegen, unseren Kunden diese schnellstmöglich zu liefern“, erläutert Gründer Mohamed Chahin den Grund, wieso es zu den Forschungen kam. „Wir glauben auch, dass es ökologischer ist, als mit Drohnen zu liefern“, betont Chahin auch die Vorteile für die Umwelt.

Eine besondere Rolle innerhalb des Projektes kam dabei Koch und Co-Founder Robin Himmels zu. Unter dem Hashtag #vogelfesteVerpackungen arbeitet er zusammen mit einer Gruppe von nicht genannten Wissenschaftlern an der richtigen Verpackung für die Lieferung. Dazu Himmels: “Man muss natürlich beachten, dass es immer noch Tiere sind, deshalb haben wir eine Verpackung entwickelt, die sie leicht greifen können, aber ein Naschen der Tiere verhindert.”

Die Vögel sollen auch Spaß an ihrem Job haben

Auch Experten sehen die Versuche des Teams sehr wohlwollend. Dazu sagt Bernhard Maus, Experte des Deutschen Haus- und Hofvogelverbandes: „Das Team von eatclever hat von der ersten Minute klar kommuniziert, dass die Vögel auch Spaß an ihrem Job haben sollen. Das ist unserem Verband natürlich besonders wichtig.“

eatclever ist damit das erste Unternehmen, was die natürlichen Instinkte der Greifvögel nutzt, um den Kunden einen Mehrwert zu bieten.

Warum die Gründer erst jetzt ihre Experimente und Ergebnisse offenlegen, kommentiert Mohamed Chahin folgender Maßen: “Die Cebit war dafür ein kleines bisschen zu früh, aber auf der ‘Flug und Vogel’ werden wir das Konzept einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Ich hoffe, dass die Bundeskanzlerin dann da sein wird. Wir rechnen damit, bis Mitte 2016 einen Großteil unserer Lieferungen mit diesem neuen innovativen Ansatz auszuliefern.”

Bildquellen: https://flic.kr/p/fkXzKw (modifiziert) https://flic.kr/p/qwXNWr (modifiziert)



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